Wildlifefotografie am Niederrhein – Rebhuhnbegegnung

Rebhuhn paar
Nikon D750 | 500mm | ISO 3200 | 1/400 | +0,7 EV | f5,6

Eine der größten Momente in meiner bisherigen Zeit als Wildlifefotograf hatte ich in diesen Maitagen erlebt. Ich zeige dir, wie ich Rebhühner fotografiert habe und welche Techniken ich angewandt habe.

Es war der 13. Mai um circa 20:00. Ich war mit dem Fahrrad abends unterwegs und schon wieder auf dem Weg in Richtung zuhause. Ich fuhr noch mal die mir bekannte Strecke für ab, wo ich in den Tagen zuvor viele Bachstelzen fotografieren konnte. Stell dir ein Acker vor. Zwischen der Straße und dem Feld war ein etwa 70 Zentimeter breiter Graben (was übrigens hier nicht sehr häufig ist). In diesen verschanzte ich mich ohne Tarnung. Getarnt war ich durch das hohe Gras, was am Grabenrand wuchs. Die Bachstelzen waren fotografiert und die Sonne verschwand hinter einer Wolke und ich packte meine Sachen ein und gerade wollte ich aus dem Graben aufstehen als ich etwas direkt neben mir rascheln hörte. Sofort war ich wieder in meiner Position. Es waren vielleicht sechs Meter. Neben mir kamen zwei Rebhühner aus dem hohen Gras auf den Acker gelaufen. Schnell stellte ich die Kamera richtig ein. Was sollte man in so einer Situation einstellen?

Kühlen Kopf bewahren, Kameraeinstellungen wählen

In so einer Situation musst du einen kühlen Kopf bewahren und so leise wie möglich agieren. Jede noch so unruhige Bewegung kann hier verheerend sein und das wilde Tier verscheuchen. Gerade Rebhühner sind bekanntlich scheue Tiere.

Mein Trick: Ich wählte die Kameraeinstellungen blind. Da ich die Bedientasten meiner Kamera kenne, konnte ich den ISO-Wert anpassen und die Verschlusszeit verkürzen. Die restlichen Einstellungen waren noch von den Bachstelzenbildern gespeichert.

Es war mir wichtig auf 1/500 zu kommen, da die Vögel in Bewegung waren und ich kein Stativ zur Hand hatte und jede noch so kleine Erschütterung das Foto versaut hätte. Die stattliche ISO von 4000 konnte der Vollformatsensor sehr gut verarbeiten. Die Bilder sind mit ein bisschen Nachbearbeitung druckreif geworden.

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