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Vogelfotografie: Gestalte die Bildwirkung

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Vogelfotografie ist meine größte Leidenschaft. Ich zeige dir, wie du die Qualität deiner Fotos verbessern kannst – und das mit einfachen Mitteln.

Bevor ich dir zeige, wie sich die Bildgestaltung auf das ganze Foto auswirkt, möchte ich ein paar Gedanken loswerden. Die Fotografie hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Sensoren werden immer lichtempfindlicher, Kameras mit immer mehr Technik ausgestattet und es geht letztlich darum, sich mit der Konkurrenz um die letzten 0,2 Blendentufen im Dynamikumfang “zu prügeln”. Ich interessiere mich natürlich auch für die Technik hinter dem Kameragehäuse und die neuesten Entwicklungen und Trends auf dem Kameramarkt. Aber nehmen wir diese ganzen minimalen Änderungen als Naturfotografen wirklich so stark wahr, dass wir direkt zur besseren Kamera greifen müssen?

Merke: Dein Equipment, das du hast, ist nur so gut, wie du bist!

Bitte beachte immer die Natur!

Sei dir immer gewiss, dass du keinen Lebensraum für ein Foto zerstörst und beachte die Warnrufe der heimischen Vögel in der Brutzeit. Eine längere Störung beeinträchtigt oftmals den Bruterfolg. Ich kann dir also nur wärmstens empfehlen, dich mit den Tieren vorher auseinanderzusetzen und ihr Verhalten kennenzulernen. Das Wohl der Tiere sollte immer die höchste Priorität haben.

Harmonische Bildstimmung

Der Bildaufbau entscheidet auch in der Vogelfotografie beim Fotografieren selber, aber auch in der Postproduktion darüber, ob du ein Foto länger als drei Sekunden anschaust. Ist er plump gewählt, ohne Bedeutung und ohne Raum, wirkt es nicht harmonisch. Im Folgenden beschreibe ich dir, wie du ein Foto stimmig gestaltest und welche Fehler du vermeiden solltest. Einer der „Fehler“, die ich am häufigsten sehe, ist die mittige Positionierung des Vogels im Bild. In wenigen Fällen ist diese Position im Bild harmonisch.

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Ringschnabelmöwe | 400 mm | 1/1600 | ISO 800 | +0,7 EV | f7,1

Bei diesem Foto ist die mittige Positionierung durchaus vorteilhaft. Die Möwe flog über den tosenden Strom des Flusses bevor das Wasser in den Niagarafällen in die Tiefen fällt. Durch die Ausbreitung der Flügel und des Stoßes bietet sich die Ausrichtung hier allerdings definitv an.

Die “goldenen” Regeln

Vogelfotografie: Gestalte die Bildwirkung 2
Haubentaucher| 500 mm | 1/800 | ISO 2000 | +0,3 EV | f5,6 | Bohnensack

Es ist häufiger wichtig, dass der Bildaufbau nach gewissen Gestaltungsregeln erstellt wird. Eine der wichtigsten und einfachsten Regeln ist die Drittel-Regel.

Sie findet die größte Anwendung im Landschaftsfotografiebereich. Hierbei wird das Bild in neun gleich große Stücke unterteilt. Die Regel besagt, dass das Motiv an einem der vier Schnittpunkte oder einer Linie platziert werden sollte, damit der Bildaufbau harmonisch wirkt. Dieses Drittel-Gitter kannst du in jeder Kamera im Sucher und auf dem Display sowie in der Nachbearbeitung einblenden lassen.

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Rebhuhn| 500 mm | 1/500 | ISO 2500 | +0,7 EV | f5,6 | freihand

Der Goldene Schnitt ist eine weitere Regel zur Bildgestaltung. Wenn du die Drittel-Regel beherrschst, sollte es dir nicht mehr so schwierig fallen, den Goldenen Schnitt zu lernen. Als Faustregel merke dir, dass die vertikalen und horizontalen Linien jeweils etwas weiter in die Mitte gerückt werden, als du es bei der Drittelregel gesehen hast. Die Motivteile, die dir im Bild besonders wichtig sind, orientieren sich nach der Regel des Goldenen Schnitts dann entlang der Schnittkanten oder auch diagonal am mittleren Rechteck. Der Goldene Schnitt steht meistens für einen harmonischen und ausbalancierten Bildaufbau. Dem entgegen steht die mit etwas Spannung wirkende Drittelregel.

Spiele mit Regeln und Ausnahmen

Wichtig für deine Vogelbilder ist, dass du eine der beiden Regeln anwenden solltest, um deinem Motiv genau die Aufmerksamkeit zu schenken, die du beim Fotografieren beabsichtigst.

Aber: Ausnahmen bestätigen die Regel. Und das gilt selbstverständlich auch in der Vogelfotografie. Wenn du Regeln brichst, kann das Bild sehr spannend wirken.

Noch ein letzter Tipp am Rande: Du solltest deinem Motiv immer Platz lassen. Wenn der Vogel nach rechts schaut lass ihm Platz nach rechts und andersherum. Nicht „atmende“ Bilder wirken eingeengt und bedrängt. Leider gibt es immer noch zu viele davon. Hier kannst du dich auch definitiv von anderen Vogelfotografen abheben.

Ich wünsche dir an dieser Stelle viel Spaß beim Experimentieren in der Vogelfotografie und Lernen der goldenen Regeln. Ich verspreche dir, dass sie deine Fotos auf einen Schlag verbessern werden und sie harmonischer wirken lassen. Viel Spaß!

Vogelfotografie: Gestalte die Bildwirkung 4

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